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Wenig Ehrenamt in strukturschwachen Gegenden

Eine DIW-Studie bescheinigt lediglich prosperierenden Gegenden im ländlichen Raum ein besonders stark ausgeprägtes ehrenamtliches Engagement.

Sportvereine, freiwillige Feuerwehr oder Flüchtlingshilfe – besonders in ländlichen Regionen mit eingeschränkter staatlicher Daseinsvorsorge geht es kaum ohne den Einsatz Freiwilliger. In ländlichen Räumen sind es dabei etwas mehr Männer als Frauen und mehr Erwerbstätige als Nicht-Erwerbstätige, die sich engagieren, so ein zentrales Ergebnis einer Studie der Wissenschaftlerinnen Luise Burkhardt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Tuuli-Marja Kleiner vom Thünen-Institut.

Die Studie offenbart auch, dass sich Ehrenamtliche am häufigsten in sehr ländlichen Regionen mit guter sozioökonomischer Lage einbringen. In strukturschwachen ländlichen Gebieten gebe es hingegen dringenden Aufholbedarf, so die Autorinnen. Abwanderung, Überalterung sowie mangelnde öffentliche Dienstleistungen und Digitalisierung lasteten schwer, sodass dort das ehrenamtliche Engagement besonders gefördert werden müsste.

Um Engpässe in der Daseinsvorsorge zu überbrücken, sollte die Politik besonders strukturschwache ländliche Räume fördern, empfehlen die Wissenschaftlerinnen. Ziel müsse sein, allen gesellschaftlichen Gruppen Zugang zu ehrenamtlichen Tätigkeiten zu ermöglichen. Wichtig dabei sei es, Strukturen zu schaffen, über die tradierte stereotype Rollenmuster abgebaut und Vorurteilen gegenüber sozial Schwächeren entgegengewirkt werden.

(DIW / STB Web)

Artikel vom 10.09.2021

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